Energie ist der Motor der Zivilisation und kaum eine Maschine oder ein Gerät funktioniert heutzutage mehr ohne elektrischen Strom. Dabei ist ein Ende dieser Entwicklung und des technologischen Fortschrittes in keiner Weise absehbar und immer komplexere Technologien werden erfunden und letztlich auch produziert.
Obwohl viele elektrische/elektronische Geräte auf Energieeffizienz ausgelegt sind und im Vergleich zu früher wesentlich weniger Strom verbrauchen, wird sich der Gesamtenergiebedarf in der Zunkunft überproportional nach oben entwickeln. Vor allem auch im Hinblick auf den Energiehunger der aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, kommt der Suche nach neuen Energiekonzepten eine wichtige Aufgabe zugute.
Die fossilen Energieträger wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas dürften binnen einer Zeitspanne von etwa 100 Jahren gänzlich erschöpft sein, da auch nicht alle Vorkommen förderbar sind. Dies hat geologische Ursachen. Selbst die Tatsache, dass unter Umständen noch weitere fossile Lagerstätten gefunden werden, ändert nichts an der Endlichkeit dieser Ressourcen.
Die Energiegewinnung der Zukunft wird in jedem Fall den Atomstrom beinhalten, da dieser am effektivsten ist. Zwar werden für die Herstellung der Brennelemente auch große Strommengen benötigt, doch ist die Energieausbeute in einem Reaktor sehr hoch. Zudem stellt ein Kernreaktor sehr zuverlässig auch höhere Spitzenlastabdeckungen zur Verfügung. Diesbezüglich können alle derzeit bekannten alternativen Energiequellen nicht mithalten, da diese zwar ökologisch verträglich, doch ökonomisch und technologisch unzureichend sind. Energie aus erneuerbaren Quellen wird stets nur einen Bruchteil des tatsächlichen Strombedarfes auf der Welt decken können, da auch mit photovoltaischen Neu-Konzepten kein wirklicher Durchbruch absehbar sein dürfte.
Neben dem Atomstrom wird es in erster Linie zu Lösungen auf dem Gebiet der kalten Fusion kommen müssen, da diese Technologie das Potential hat, die Energieproblematik grundlegend zu lösen. Das Problem bei der Umsetzung liegt aber in den gigantischen Ausmaßen eines solchen Fusionsreaktors, welcher nurmehr als große Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden kann, denn die Ausgaben dafür wären astronomisch und für eine einzelne Volkswirtschaft nicht tragbar.
Ein weiteres Konzept ist der Bau riesiger, mit Meerwasser betriebener Sonnenkollektoren, welche Dampfturbinen antreiben; ähnlich der Funktionsweise eines Kernreaktors. Diese Anlagen hätten jedoch nur in Äquatornähe eine gute Ausbeute, wobei der Transport der gewonnenen Energie dabei das größte technologische Hindernis darstellt.
Prinzipiell wäre dies aber umsetzbar.
Ebenfalls denkbar sind großflächige Gezeitenkraftwerke, wobei die Dimensionen enorm sein müssen. Auch darf in diesem Zusammenhang nicht vernachlässigt werden, dass alle Meerwassertechnologien einen hohen Wartungsaufwand erfordern, da beispielsweise Muscheln und Korallen in regelmäßigen Abständen von den Anlagen entfernt werden müssten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, können spezielle Reinigungsroboter zum Einsatz kommen.
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